Hektik

Stress steckt an

Innere Unruhe kann sich von einem Mensch auf den anderen übertragen

Der Anblick einer stressigen Situation kann den Betrachter aus der Ruhe bringen, so das Ergebnis einer in der Fachzeitschrift Psychoneuroendocrinology veröffentlichten Studie mit 151 Testpersonen und 211 Beobachtern. Letztere mussten beurteilen, wie souverän die Testpersonen Vorstellungsgespräche und knifflige Kopfrechenaufgaben bewältigten. Die Beobachter verfolgten das Geschehen entweder durch eine Glasscheibe oder an einem Bildschirm.
Insgesamt reagierten 26 Prozent von ihnen mit einem Anstieg des Stresshormons Kortisol, wie Speichelanalysen ergaben. Bei Lebenspartnern gestresster Testpersonen lag die Quote sogar bei rund 40 Prozent. Doch jeder zehnte Beobachter ließ sich auch durch die Unruhe ihm unbekannter Personen anstecken. Anders als vermutet, zeigten Frauen nicht häufiger als Männer solche mitfühlenden Stressreaktionen.

 
07.08.2014, Bildnachweis: Thinkstock/Monkey Business

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